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Was bedeutet "Freiheit" auf Hebräisch?


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Erstellt: 29.11.2010 • Stand: 29.11.2010 • Autor: Dirk Schröder


Was bedeutet "Freiheit" auf Hebräisch?

Erstellt 29.11.2010

Am 2.9.2010 erhielt ich von Herrn Hilberer aus Deutschland ein Mail, das sich auf meine Einzelschrift "Kategorischer Imperativ entschlüsselt" bezog und folgenden Inhalt hatte:



Moin, moin, Herr Schröder, [auf Hochdeutsch: "Guten Morgen ..."]

Ihre Schrift habe ich mehrmals gelesen. Was Sie da herausgeholt haben mittels des Hebräischen, hat mich sehr beeindruckt. Am Ende blieb eine Frage: Welche Bedeutung hat das Wort FREIHEIT im Hebräischen? Gibt es dieses Wort überhaupt im Alten Testament?

Mit freundlichen Grüssen aus Hamburg
Helmut Hilberer

 



Erst am 29.11.2010 fand ich Zeit, um diese Mail zu beantworten:

Sehr geehrter Herr Hilberer,

besten Dank für Ihr Mail vom 2.9.2010, zu dessen Beantwortung ich erst heute komme. Ihre Frage lautet, welche Bedeutung das Wort FREIHEIT im Hebräischen hat und ob es dieses Wort im Alten Testament überhaupt gibt?

 
Für „Freihheit“ existiert im hebräischen AT nur das Wort ChPShH „chuf’scha“, das auch ChWPShH geschrieben werden kann. Es kommt ausschliesslich in Vers Lv 19,20 vor [Gesenius 251], wo es aber im Text mit „Freibrief“ übersetzt wird [Zunz I 195], andernorts aber tatsächlich mit „Freiheit“ [Luther 157]. Ein hebräisches Wort aber, dass im Alten Testament nur ein einziges Mal vorkommt, ein so genanntes Hapaxlegomenon, ist für mich so etwas wie eine sprachliche Primzahl, ein „Stolperstein“, der den Analytiker zwingen soll, sich näher damit zu beschäftigen.
 
ChPShH für „Freiheit“ hat den Wortwert 393. Gematria: Zum Wert 393 existiert das hebräische Wort MYGL-QSMJM für „Teufelskreis“. 393 lässt sich in 3 x 131 zerlegen, zum Wert 131 existiert der hebräische Name SMAL für „Sámaél“, den Giftgott der Kabbala, der in der Bibel dem „Satan“ entspricht. Meine Deutung: Wer im materiellen Äusseren in die „Freiheit“ entlassen wird, verbleibt im Inneren im „Teufelskreis“ gefangen, da er weiterhin durch die gewöhnten Nahrungsmittel vergiftet wird und diesen Zusammenhang nicht sieht.
 
ChWPShH für „Freiheit“ hat den Wortwert 399. Gematria: Zu diesem Wert existiert der bibelhebräische Begriff PTJSh „páttisch“, wozu es heisst: „der grosse Schmiedehammer, Jes 41,7; Jer 23,29. Bildlich: der Hammer (Verderber) der ganzen Erde, Jer 50,23“ [Gesenius 640]. Meine Deutung: Auch hier ergib sich, dass die „Freiheit“ im Äusseren keine echte Freiheit ist, sondern weiterhin ein dauerhaft anaerobes Leben bedeutet. Die wirkliche Freiheit kann somit nur im Inneren stattfinden durch eine Umstellung auf aerobes Leben.
 
Sie sehen, Herr Hilberer, dass Sie mit Ihrer Frage goldrichtig liegen! Und das Vorgetragene ist dazu nur die Oberfläche einer kabbalistischen Analyse, die dann noch sehr viel mehr Wesentliches ans Tageslicht befördern würde. Das Ergebnis war auch für mich eine grosse Überraschung und ich danke Ihnen für diesen Denkanstoss.
 
Mit den besten Grüssen und Wünschen
 
Ihr Dirk Schröder
 


Noch am 29.11.2010 kam die Antwort aus Hamburg:

Lieber Herr Schröder,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Ich muss zugeben: Ich bin mal wieder "baff"!

Könnte der große Schmiedehammer vielleicht darauf hinweisen, dass man erst durch "Schicksalsschläge" aufwachen muss, ehe man die wahre Freiheit erlangen kann?
Selbst diejenigen Menschen, die in ihrer jetzigen Inkarnation sehr bewusst leben, haben sich diese Bewusstheit ja auch einmal erringen müssen - vermutlich, weil sie "Schicksalsschläge" früherer Inkarnationen nicht noch einmal durchmachen wollten.
Und die Initiationen alter Zeiten waren ja auch nicht ohne - wenn ich das mal so salopp ausdrücken darf.
Schließlich deutet der Schmiedehammer auch noch auf das Schmieden von Freiheitsschwertern wie Excalibur (Artus), Durendal (Roland), Balmung/Gram/Grimm/Not[h]ung (Siegfried), Hermannsschwert und Michaelsschwert hin...

Mit den besten Wünschen
Helmut Hilberer

 


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