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Erstellt: 18.09.2008 • Stand: 18.09.2008 • Autor: Dirk Schröder

Gutachten vom 13.6.1997 von Dirk Schröder, Kryptoanalytiker und Hebraist

Erster Gegenbeweis zum „BIBEL CODE“
 
Vorbemerkungen: Aufgrund der gerade erfolgten Anregung eines Abonnenten und BLOG-Lesers wird nachfolgend die originalgetreue Abschrift meiner Stellungnahme zum Buch „Der Bibel-Code“ von Michael Drosnin von 1997 publiziert. Es geht um das Thema der „Konstanten Buchstabenfolge KBF“, das offenbar in dem Endzeit- und Weltuntergang-orientierten Fantasy-Krimi „Das Buch der Namen“ des Autorenteams Jill Gregory und Karen Tintori (Dezember 2006) wieder belebt wurde, wie mir der besagte Abonnent und BLOG-Leser mitteilte und ich dann via Google komplettierte. Nur nebenbei: Der Titel "Das Buch der Namen" ist die wörtliche Übersetzung des hebräischen Titels "séfer schemoth" für das 2. Buch Moses, das wir gewöhnlich mit "Exodus" bezeichnen.
 
         1. Ausgangslage
 
Ende Mai 1997 erschien das Buch „Der Bibel Code“ von Michael Drosnin. Dieses Werk wird gegenwärtig „in einer weltweit konzertierten Aktion“ verbreitet und gemäss PR-Losung als „das wichtigste Buch für das nächste Jahrtausend“ angepriesen. „Die Bibel ist nicht bloss ein Buch“, schreibt der Autor Drosnin, „sondern auch ein Computerprogramm“, und nun „sind wir in der Lage, sie so zu lesen, wie es immer beabsichtigt war“. So stand es im SPIEGEL 23/1997, und weiter hiess es dort: „Keiner ahnte bislang, welche Fülle von geheimen Botschaften und Voraussagen der HERR in die alten Texte geschmuggelt hatte: Kennedys Ermordung, Saddam Husseins Scud-Raketen auf Israel, die Ermordung Jizchak Rabins samt Namen des Täters; und, das soll in zehn Jahren stattfinden, einen ‚atomaren Holocaust’.“
 
         2. Ideengeschichte
 
Das dem Drosnin-Buch zugrundeliegende Phänomen der „konstanten Buchstabenfolge“ in Form von Mustern im hebräischen Pentateuch (den fünf Büchern Mose) wurde „vor mehreren Jahrzehnten erstmals von Rabbi Weissmandel entdeckt“ [Drosnin 246]. Im Jahre 1994 publizierte dann Elijahu Rips, ausserordentlicher Professor für Mathematik an der hebräischen Universität von Jerusalem, zusammen mit den Forschern Doron Witztum und Yoav Rosenberg einen Aufsatz „Konstante Buchstabenfolge im Buch Genesis“ in der Fachzeitschrift „Statistical Science“. Dieser Bericht ist in deutscher Übersetzung im Drosnin-Buch im Anhang [Seite 246-258] vollständig abgedruckt und dort heisst es auch: „In den knapp drei Jahren nach der Veröffentlichung der Rips/Witztum-Arbeit sandte niemand eien Gegenbeweis an das Mathematikmagazin“. Michael Drosnin selbst ist Journalist und „weder Rabbi noch Priester, noch Bibelgelehrter“, wie er in der Einleitung zu seinem Buch bemerkt. Er hat die Ergebnisse der Rips-Experimente in romanhafter Ich-Erzählung aufbereitet, die er „Berichterstattung“ nennt, dann aber auch „Story wie jede andere Story“. Zum Stand der Dinge meint er: „Wir verstehen diesen Bibelcode erst in Ansätzen. Er nimmt sich wie ein Puzzle mit einer unendlichen Zahl von Teilchen aus, von denen wir bislang nur einige hundert oder tausend in Händen haben. So können wir lediglich raten, wie das Gesamtbild aussehen wird“ [Drosnin 9].
 
         3. Das Verfahren der „konstanten Buchstabenfolge“
 
Das Ausgangsverfahren mutet simpel an. Zunächst wird der (geprüfte) Thora-Text ab Diskette in den Computer eingelesen. Dabei werden alle Leerstellen zwischen den Wörtern und Kapiteln eliminiert. Auf diese Weise entstand eine „zweidimensionale Reihe“ von insgesamt 304'805 hebräischen Buchstaben [Drosnin 27]. Nun wurden daraus neue Buchstabenketten gebildet, indem alle x-ten Buchstaben (also beispielsweise jeder vierte oder jeder zwölfte oder auch jeder 2'378. Buchstabe) „herausgepickt“ und aneinandergereiht wurden. Diese Buchstabenreihen wurden dann computermässig darauf abgesucht, ob in ihnen bestimmte vorgegebene Wörter zusammenhängend auftreten, also beispielsweise die achtbuchstabige Sequenz J-Ts-Ch-Q-R-B-J-N für „Jitzhak Rabin“. Allein zum Suchen dieses Namens standen somit ausser der Grundreihe noch 38'100 weitere Buchstabenreihen mit einem Inhalt von 8 bis 152'402 Zeichen als Ausgangsfeld zur Verfügung.
 
         4. Das Verfahren der bustrophedonen Matrix
 
Eine ganz erhebliche Erweiterung des Suchfeldes besteht nun darin, dass eine beliebige Zeilenlänge zwischen 2 und 152'402 Buchstaben festgelegt wird. Am Ende jeder Zeile wird der restliche Datenstrang abgeknickt und gegenläufig unter der jeweils vorangehenden Zeile plaziert. Das Ergebnis ist jeweils eine bustrophedone Matrix (Zickzackband) mit stets 304'805 Buchstaben Inhalt, die sich jedoch bei jeder neuen Zeilenlänge in ihrer vertikalen Zusammensetzung vollständig verändert. Die letzte Zeile wird jeweils vom verbleibenden Rest gebildet. Jeder Buchstabe besitzt in einer solchen Matrix ein kleines quadratisches Feld wie in einem Kreuzworträtsel. Deshalb kann nun ein vorgegebenes Suchwort zusätzlich auch noch vertikal oder diagonal zu finden sein und das jeweils noch vor- oder rückwärts sowie auch hier mit konstanten Zwischenräumen. Das Suchfeld erweitert sich auf diese Weise ins schier Unermessliche.
 
         5. Das Verfahren des „spiralförmigen Zylinders“
 
Schliesslich wurde noch ein Sonderfall konstruiert, um die Suchfeld-Möglichkeiten nahezu vollständig auszureizen [Drosnin 249]. Hierbei wird die Matrix wie ein Blatt Papier zylindrisch derart zu einer Röhre geformt, dass sich der rechte und der linke Rand berühren. Damit können Suchbegriffe auch noch „über den Rand hinaus“ aufgespürt werden.
 
         6. Statistische Würdigung
 
Das hebräische Alphabet besteht aus lediglich 22 verschiedenen Buchstaben, die ausnahmslos Konsonanten sind. Durch die Reduktion der Suchbegriffe auf Konsonanten verringert sich die Buchstabenzahl erheblich, was den Sucherfolg begünstigt. Dazu kommt als weiterer Vorteil, dass unsere Buchstabengruppen Sch, Ch, Ph, Th usw. im Hebräischen durch ein einziges Zeichen ausgedrückt werden. Unter diesem Aspekt und angesichts eines unvorstellbar grossen Suchfeldes ist die Wahrscheinlichkeit eines Sucherfolges für beliebige hebräische Wörter mit 4 bis 8 Buchstaben ganz ausserordentlich hoch. Das gilt aber ebenfalls für das Auffinden bestimmter Kalenderdaten „in der Nähe“ des gefundenen Suchwortes. Denn jedem hebräischen Buchstaben entspricht ein bestimmter Zahlenwert und jede Buchstabenmatrix verkörpert damit zugleich auch ein riesiges Zahlenmeer. So erklärte der US-Compterwissenschaftler Bruce David Wilner zu Recht, „nach dieser Methode könne man in jedem besseren chinesischen Text das komplette Rezept für „Ente à l’orange“ entdecken (SPIEGEL 23/1997). Es gibt also wenig Grund, an der statistischen Korrektheit der präsentierten Ergebnisse zu zweifeln, ganz im Gegenteil: Wenn bekannt werden würde, dass das Rips/Drosnin-Team ganz bestimmte Suchbegriffe nicht gefunden haben sollte, müsste man sogar fragen, wieso das überhaupt möglich ist. Damit wird deutlich, dass der Gegenbeweis zum „Bibel Code“, wie Rips/Drosnin ihn vorlegen, nicht auf statistischer Ebene angetreten werden und damit auch nicht aus den Reihen der Mathematiker kommen kann.
 
         7. Exegetische Würdigung
 
Unter „Exegese“ versteht man die Auslegung von interpretationsbedürftigen Texten, insbesondere von Heiligen Schriften. Das ist die Hohe Kunst der Schriftgelehrten, die sehr viel mehr mit Semiotik zu tun hat, als man gemeinhin annimmt. Das Judentum kennt hierzu die „32 Middoth [Schriftdeutungsregeln] des Rabbi Ismael“ [Bischoff 33], doch das Rips-Verfahren der bustrophedonen Matrix und des spiralförmigen Zylinders dürften wohl kaum darunter zu finden sein. Das wäre indes kein triftiger Grund für eine Ablehnung, da jede neue Exegesemethode erlaubt ist, sofern sie tatsächlich zu Erkenntnissen führt und wichtige Grundregeln nicht verletzt. Um das Rips-Verfahren diesbezüglich zu prüfen, muss etwas ausgeholt werden.
 
         8. Die semiotische Grundstruktur der Tora
 
Die Thora („Gesetz“ oder „Lehre“) besteht aus fünf „Büchern“. Jedes Buch gliedert sich in Abschnitte und Kapitel und schliesslich in Verse. Gesamthaft enthält die Thora 5'845 Verse [Weinreb 202]. Innerhalb eines Verses befindet sich eine ganz bestimmte Anzahl ganz bestimmter Konsonanten in verbindlich festgelegter Reihenfolge. Diese Vers-Struktur (und nicht etwa das einzelne Wort) ist die semiotische Basis für die mündliche Tradierung des Thora-Wissens innerhalb des Judentums seit Jahrtausenden. Diese Überlieferung ist geheim, das Konsonantengerüst der Verse ist die mnemotechnische und zugleich kryptographische Basis für die gesicherte Weitergabe von Generation zu Generation. Eine grundlegende Exegese der Thora, also deren Enträtselung durch Aussenstehende, geht somit nicht von bestehenden oder gar vokalisierten Wörtern aus, sondern vom jeweiligen Vers als kompakter Einheit. Die leeren Stellen zwischen den Wörtern können somit durchaus weggelassen werden, weshalb viele Experten „die Annahme einer einstigen ‚scriptio continua’ in den alttestamentlichen Texten“ vertreten, was allerdings unbewiesen ist [Buhl 222]. Erst Exegese und Tradierung bestimmen also (jeweils unabhängig voneinander und jedes für sich), welche Buchstaben zu welchen Wörtern zu verbinden und wie diese dann auszusprechen sind. Die Wörter der Thora sind damit so wenig geschützt wie die Kapitel, Abschnitte und Leerstellen, die ja alle nur exegetische Resultate sind. Absolut geschützt ist lediglich der jeweilige Versinhalt als jahrtausendealtes Kryptogramm. Dieser Schutz bezieht sich also auf die Grenze des Verses und dieser „Vers-Schluss“ (hebr. „sof pasuk“) wird „durch einen dicken Doppelpunkt : bezeichnet“ [Schneider 27]. Dieser Doppelpunkt, der einen Vers abschliesst und den nachfolgenden eröffnet und so verhindert, dass dabei Vermischungen stattfinden, ist also nicht Bestandteil der später hinzugefügten masoretischen Punktierungen (Vokale und Akzente), sondern bildet zusammen mit den hebräischen Konsonanten den unangreifbaren Urtext der Thora, also ihre semiotische Grundstruktur.
 
         9. Das Grundmass der exegetischen Redlichkeit
 
Rips/Drosnin können ihre exegetische Leistung gegenüber den Christen mit einem Zitat aus der Bergpredigt des Neuen Testaments rechtfertigen. In Mt 5,18 heisst es nämlich: „Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist“ [Stemberger 991]. Auch innerhalb der eigenen Reihen scheinen sie unangreifbar zu sein, denn im rabbinischen Schrifttum heisst es analog: „Als Rabbi Meir, so überliefert der Talmud, den Text der Thora abschrieb, wurde er von seinem Lehrer Rabbi Jischmael ermahnt: ‚Gib acht. Wenn du ein einziges Wort auslässt oder hinzufügst, kannst du die Welt zerstören’“ (zitiert in der „Neuen Zürcher Zeitung“ vom 13.9.1993).
         Doch wer die Bibel gründlich studieren oder gar zum Zweck der Urteilsfindung heranziehen möchte, dem sei dringend von der „Einheitsübersetzung“ von 1980 abgeraten, für die der renommierte Wiener Judaist und Professor Günter Stemberger als Herausgeber verantwortlich zeichnet und aus der das obige Zitat Mt 5,18 stammt. Denn es wurde hier ein wesentlicher Bestandteil des ursprünglichen Satzgefüges einfach weggelassen:
         „Bis dass Himmel und Erde vergehe, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis dass alles geschehe“.
         Professor Stemberger hat offensichtlich mit dem „Tüpfelchen“ nicht viel anfangen können und so diesen Satzteil ohne weitere Hinweise willkürlich unterdrückt. In einem Gutachten von Professor Hermann Wirth Roeper Bosch, das dieser 1957 für das Landgericht Berlin erstellte, heisst es zur Thora-Lesung in der jüdischen Synagoge: „Nach orthodoxem Glauben darf ‚kein Tittel oder Jota’ fortgelassen werden“ [Glagau 153]. Mit „Jota“ ist hier „der kleinste Buchstabe“ (Mit 5,18) des hebräischen Alphabets gemeint, also das Jod, und damit zugleich alle Konsonanten. Das „Tüpfelchen“ oder „Tittel“ steht hier für das Wort „Titel“ aus der unrevidierten griechischen Urschrift des Neuen Testaments, wo es „Pünktchen, Tüttel“ bedeutet [Büchmann 29]. Bei diesem Tüpfelchen, Tüttelchen oder Tittel muss es sich also zwingend um etwas anderes handeln also um Buchstaben, denn sonst wäre die ausdrückliche Betonung überflüssig. Im hebräischen Urtext der Thora gibt es ausser Buchstaben tatsächlich noch ein Zweites, nämlich das Zeichen für den Vers-Schluss, den Doppelpunkt, das zweifache „Tüttelchen“. Es kommt 5'845 mal vor und bildet zusammen mit den hebräischen Konsonanten den unangreifbaren Urtext der Thora, also ihre semiotische Grundstruktur, an der niemand rütteln darf.
 
         10. Der erste Gegenbeweis zum „Bibel Code“
 
Das von Rips entwickelte und von Drosnin ausgewertete statistische Analyseverfahren unterdrückt bei der Computereingabe des hebräischen Urtextes das „Vers-Mass“, indem nicht nur die Leerstellen, sondern auch die das Versende anzeigenden Doppelpunkte weggelassen werden. Damit wird die semiotische Grundstruktur des Thora-Textes in grobfahrlässiger Weise beschädigt und zerstört. Die in den Computer eingegebene Buchstabenkette ist damit nicht mehr identisch mit dem Urtext der Thora, sondern hat diese Identität vollständig aufgegeben. Es ist nun nur noch ein statistisch verfügbarer Buchstabensalat. Was würde das Rabbinertum sagen, wenn jemand auf die Idee käme, gleichermassen mit der Mischna zu verfahren?
         Es ist prinzipiell egal, ob beim Input ein oder 5'845 Zeichen fehlen, der Verstoss gegen Mt 5,18 lässt „Himmel und Erde vergehen“, d.h. er löst die vorgegebenen Ordnung auf. Denn der vollständige Thora-Text besteht nicht aus insgesamt 304'805 Buchstaben, sondern, um die 5'845 Doppelpunkte erhöht, aus 310'650 (= 19 x 109 x 150) semiotischen Zeichen. Jedes dieser Zeichen hat dabei einen festgelegten Stellenwert. Wenn nur eines dieser Zeichen fehlt, verschiebt sich beispielsweise die vertikale Struktur jeder daraus erstellten Matrix in unzulässiger Weise, so dass dann die jeweilige Positionierung der verbleibenden Zeichen ebenso falsch ist wie alle daraus abgeleiteten „Erkenntnisse“. Die trotzdem gefundenen „Antworten“ sind somit statistische Zufälligkeiten und nicht etwa Strukturen und Muster, die bereits in der Urschrift vorgesehen waren.
         Andererseits mussten diese Doppelpunkte bei der Eingabe „aus Systemgründen“ weggelassen werden, da sich sonst bei der Methode der „konstanten Buchstabenfolge“ hin und wieder und viel zu oft ein Doppelpunkt gezeigt hätte, der für den beabsichtigten Analysezweck aber höchst störend gewesen wäre. Ergebnis: Die vertikale und diagonale Interpretation einer Matrix, die aus den Buchstaben der Thora gebildet wird, hat nichtsmit einer Exegese der Thora zu tun, dafür sehr viel mit statistischer Willkür. Dass Rips und Drosnin diese technische Spielerei mit der Thora vornehmen, ist eine Verunglimpfung zumindest des Christentums sowie eine unvertretbare Anmassung seitens der Autoren.
         Dies ist der erste Gegenbeweis zum „Bibel Code“, wie ihn Rips/Drosnin marktschreierisch betiteln, um diese seichte Sache kommerziell ausschlachten zu können. Mein zweiter Gegenbeweis wird keine Verneinung sein, sondern eine Bejahung, d.h. die Aufdeckung des tatsächlich existierenden „Bibel Code“, der durch die Arbeit von Rips und Drosnin noch mehr zugeschüttet wurde als ohnehin schon. Dieser eigentliche und echte „Bibel Code“ aber baut gerade auf dem auf, was das Rips/Drosnin-Team unterdrückt hat, nämlich auf der ewigen Struktur der Thora-Verse.
 
Anschrift des Verfassers: Postfach 3105, CH-2500 Biel 3
 
Literaturverzeichnis: Bischoff, Erich: „Die Kabbalah. Einführung in die jüdische Mystik und Geheimnissenschaft“, Leipzig 1917; Büchmann, Georg: „Geflügele Worte. Der klassische Zitatenschatz“, 36. Auflage, Frankfurt/Main-Berlin 1986; Buhl, Frants: „Kanon und Text des Alten Testaments“, Leipzig 1891; Drosnin, Michael: „Der Bibel Code“, München 1997; Glagau, Erich: Der Babylonische Talmud. Ein Querschnitt. Teil 1 und 2“, Würenlos 1996; Schneider, Wolfgang: „Grammatik des biblischen Hebräisch“, 7. Auflage, München 1989; Stemberger, Günter, „Die Bibel. Altes und Neues Testament. Einheitsübersetzung“, Stuttgart 1980; Weinreb, Friedrich: „Der göttliche Bauplan der Welt“, 5. Auflage, Bern 1978.
 
 
 
Soweit die Abschrift des inzwischen 11 Jahre alten Textes vom 13.6.1997. Ich habe ihn zum ersten Mal seit 11 Jahren wieder gelesen und mir dann selbst auf die Schultern geklopft. Mir ist zur damaligen Publikation noch folgendes gegenwärtig, was ich gelegentlich ausführlicher substantiieren werde, sobald ich das alte Dossier wiederfinde:
 
Ich sandte den Text an den SPIEGEL, der postwendend antwortete, dass er Texte von fremden Autoren nicht abdrucke. HAHAHA! Dafür stand bereits in der nächsten SPIEGEL-Ausgabe zu lesen, dass Professor Rips plötzlich und unerwartet jegliche Verbindung mit Michael Drosnin, dem Autoren des „Bibel Code“, abgebrochen habe. Zudem gratulierte mir mein damaliger und langjähriger Freund Peter B. zu diesem Gegenbeweis mit den mir unvergesslich gebliebenen Worten: „Dirk, Du hast damit alle Rabbiner in die Tasche gesteckt“. Dann hat ein Hamburger, der nebenberuflich einen Buchservice betreibt, den Text in seine Homepage übernommen und mir bald einmal mitgeteilt, dass dafür kein Publikumsinteresse bestehe. Schliesslich hat der investigative Berliner Publizist Horst Lummert, der sich als Oberjude auch „Avram Kokhaviv“ nennt und unzählige weitere Decknamen besitzt, den Text in seiner Monatsschrift „Kuckuck“ publiziert und später und bis heute auf seine Homepage übernommen, ohne dass je eine Rückmeldung bei mir angelangt ist. Deshalb habe ich diese „äusserst beachtenswerte geistige Höchstleistung“ (Dirk Schröder am 17.9.2008 über jenen Dirk Schröder vom 13.6.1997) nicht mehr beachtet und – derzeit unauffindbar – die betreffenden Unterlagen irgendwo „archiviert“ oder sonstwie "abgelegt". Trotz aller Überzeugung von der Richtigkeit meiner Arbeit musste ich damals annehmen, dass es sich um ein „totgeborenes Kind“ handelt. Das war es aber nicht, sondern – wie viele (nein, fast alle) späteren Publikationen von mir – nur ein vor der Öffentlichkeit in den Medien „totgeschwiegenes Kind“, das sich somit, was durchaus denkbar ist, im Geheimen trotzdem kräftig entwickelt hat, ohne dass der (geistige) Vater, also ich, davon auch nur die geringste Kenntnis hatte.
 
 
 
Am 17.9.2008 hinzugefügt
Zweiter Gegenbeweis zum „BIBEL CODE“
 
Diesen habe ich inzwischen, aber erst nach 2004, angetreten und bereits mehrfach publiziert. Es handelt sich um ein denkbar einfaches Grundschema, das dem Tageskreis der Sonne mit seinen absoluten kosmischen Gesetzen entspricht und im rabbinischen Schrifttum in höchst verkappter Weise als „die Tora vom Himmel“, hebräisch "Tora mi-schamájim", bezeichnet wird. Das hebräische Wort "schamájim" bedeutet aber nicht nur "Himmel" (= Tageskreis der Sonne), sondern auch "Gott" (= Jahwe, der Ewige). Ich verweise den interessierten Leser auf andere Beiträge im BLOG und auf meine publizierten Schriften.

 

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